TYPO3 Dokumentation für Redakteure
Inhaltsverzeichnis
6 Praxistipps
6.1 Ihr Web-Auftritt
6.1.1 Besucher
Benutzerfreundlich aufgearbeitete Informationen und ein stimmiges, homogenes Layout sind Voraussetzung dafür, dass die Besucher sich für die Inhalte Ihrer Web-Site interessieren.
Die Besucher: Beachten Sie bei jeder Information, die Sie im Netz bereithalten wollen, für wen Sie dies tun und behalten Sie im Auge, dass Ihre Webseiten von der ganzen Welt aus von praktisch jeder beliebigen Person abgerufen werden können, sofern es sich nicht um interne Bereiche einer Webseite handelt.
Hoher Informationsbedarf: Informationen müssen einfach zu finden sein.
Wenig Zeit: Lange Wartezeiten bei großen Datenmengen nerven, manche Besucher nutzen auch noch eine relative langsame oder überlastete Internet-Verbindung.
Surfprofis: Die meisten Besucher nutzen das Internet täglich, kennen sich also bestens damit aus und sind entsprechend anspruchsvoll.
Englische Sprachversion: Viele Besucher kommen aus dem Ausland – und bei der Erstellung und Pflege englischsprachiger Inhalte werden es hoffentlich noch mehr.
6.1.3 Barrierefreie Information
Es wäre unfair und auch nicht sinnvoll, Personen mit leichten oder schweren Behinderungen von den, in Ihren Webseiten enthaltenen Informationen, auszuschließen. Gestalten Sie Ihre Webseiten daher so, dass sie auch für kurzsichtige, farbenblinde, blinde oder gehörlose Menschen sowie für Menschen mit Verletzungen, Bewegungsstörungen oder Lähmungen brauchbar sind.
Außerdem wirkt diese Rücksichtnahme gleichzeitig auf alle Benutzer aus, die z.B.Ihre Webseiten in einer Suchmaschine finden wollen, die wie die Sprachausgabe für einen blinden Menschen nur die Texte, aber nicht die Bilder auswertet.
Das W3-Consortium hat unter dem Titel „Web Accessibility Initiative“ (WAI) Regeln und Hinweise zusammengestellt, wie Sie Ihre Webseiten ohne großen Aufwand barrierefrei gestalten können. Hier ein paar besonders wichtige und einfache Punkte:
Farben:
Stellen Sie bestimmte Informationen nicht nur über Farben dar.
Beispiele: Wenn Sie Pflichtfelder in einem Eingabeformular in roter Schrift schreiben oder neue Einträge in einer Liste mit grüner Schrift, geht diese Information für Farbenblinde oder beim Ausdrucken auf einem Schwarz-Weiß-Drucker verloren. Wenn Sie die Pflichtfelder in roter Schrift schreiben und mit einem Sternchen versehen bzw. die neuen Einträge in grüner Schrift schreiben und mit dem Wort „neu:“ versehen, sieht es für normalsichtige Personen genauso übersichtlich aus, aber Farbenblinde erfahren ebenfalls, was sie eingeben bzw. lesen sollen.
Anmerkung: Im Normalfall werden Ihre Webseiten durch entsprechende Vorlagen bereits an die Erfordernisse der Barrierefreiheit angepasst sein.
Bilder:
Geben Sie bei Bildern und Icons immer mithilfe des so genannten Alternativtextes ihre Bedeutung für den Benutzer an.
Wenn Sie z.B. Links- und Rechts-Pfeile für die Navigation verwenden, geben Sie als Alternativ-Text „vorige Seite“ und „nächste Seite“ bzw. „voriges Jahr“ oder „voriger Monat“ und so weiter an, damit auch Blinde, die auf ihrer Braille-Zeile oder in ihrer Sprachausgabe nur die Texte statt der Bilder erhalten, durch die Informationen navigieren können.
Formulare:
Geben Sie bei Eingabefeldern die Angabe, was hier eingegeben werden soll oder muss, möglichst vor dem Eingabefeld ein (also links davon oder oberhalb), damit ein Blinder beim zeilenweisen Durchgehen der Webseite weiß, was er in diesem Feld eingeben soll und ob es sich um ein Pflichtfeld handelt.
Zeilenumbruch und Schriftgröße:
Gehen Sie nicht davon aus, dass alle Leser das gleiche Verhältnis von Schriftgröße und Bildschirmgröße verwenden wie Sie selbst. Kurzsichtige oder sehbehinderte Personen werden auf ihren PCs meist eine geringere Bildschirmauflösung und eine größere Standardschrift eingestellt haben.
Töne:
Falls Sie in Ihren Webseite Töne oder Sprechtexte anbieten, sehen Sie eine zusätzliche Möglichkeit vor, diese Information auch als am Bildschirm sichtbaren Text lesen zu können, damit auch schwerhörige oder gehörlose Personen sowie die Such-Agenten von Suchmaschinen diese Information erhalten können.
Maus-Klicks:
Gestalten Sie Linktexte, Icons und Schaltflächen, die ein Benutzer anklicken soll, nicht zu klein und nicht zu nah nebeneinander, damit auch Personen mit steifen oder zittrigen Fingern oder mit anderen Bewegungsstörungen diese Links richtig „treffen“ können.
Kontrolle:
Es gibt eigene Prüfprogramme (Validatoren), mit denen Sie Ihre Web-Pages auf ihre Barrierefreiheit überprüfen können.
Außerdem können Sie sich mit den text- und zeilen-orientierten Browsern lynx und links, die auf Unix- und Linux-Systemen verfügbar sind, einen Eindruck davon verschaffen, wie Ihre Web-Page bei der zeilenweisen Ausgabe ohne Farben und ohne Bilder für blinde Menschen und für die Such-Agenten der meisten Suchmaschinen erscheint.
Weitere Details finden Sie auf der Web-Site des W3-Consortiums unter „WAI“.
6.2 Ihre Web-Seiten
6.2.1 Seitenangaben
Eine Maske zur Eingabe dieser Angaben erscheint automatisch beim Anlegen neuer Seiten. Bei bestehenden Seiten können Sie die Seitenangaben jederzeit über das Stiftsymbol „Seiteneigenschaften bearbeiten“ (Edit page properties) editieren.
Die folgende Seitenangabe muss bei TYPO3 für alle Seiten angegeben werden:
- Seitentitel (Pagetitle): Das ist der Navigationstitel der Seite, der also links im Navigationsmenü auftaucht, sowie in der Kopfzeile des Browser-Fensters, in Bookmarks und in Suchmaschinen. Er sollte möglichst kurz sein!
Außerdem können Sie weitere Seiteneigenschaften angeben:
- Alias: Wenn Sie nicht möchten, dass in der URL (Browseradresszeile) der eigentliche Seitentitel verwendet wird können Sie einen Alias setzen.
- Template: Das Seitenlayout (Template) wird normaler Weise beim Anlegen der Seite ausgewählt (siehe Abschnitt 2.1). Wenn Sie das nachträglich ändern wollen, müssen Sie in den Seiteneigenschaften zuerst im Auswahlmenü Page Template Structure das Haupt-Design auswählen (auch wenn es nur eines gibt) und auf Speichern (Save) klicken, dann erscheint das zusätzliche Auswahlmenü Use Template Design und darin können Sie eines der Templates auswählen und speichern.
Die innerhalb der Seite sichtbare Überschrift wird nicht im Seitentitel, sondern als erstes Inhaltselement der Seite (Typ Text, siehe unten) eingegeben, wenn es sich um eine „normale“ Seite handelt (Seitentyp Standard oder Erweitert, Advanced). Diese Überschrift wird oft gleich wie der Seitentitel sein (was dem Kunden die Navigation in der Web-Site erleichtert), kann aber auch länger und ausführlicher sein als der Navigationstitel.
In manchen TYPO3-Installationen werden auch andere der Seitenangaben in der Seite dargestellt (z.B. der Untertitel oder die Angabe des für den Inhalt verantwortlichen Autors) oder zumindest für die TYPO3-interne Suche verwendet (z.B. die Stichwörter oder die Beschreibung).
Bei anderen Seitentypen ergeben sich die notwendigen Angaben selbsterklärend durch die Eingabemasken, z.B. die Angabe der Zielseite beim Seitentyp Shortcut oder die Angabe des URL beim Seitentyp Externer Link. Hinweise dazu finden Sie in Abschnitt 6.3.
6.2.2 Seiten-Aufbau und Inhalt
Verwenden Sie nicht bloß einen Textblock für die ganze Seite, sondern legen Sie für jeden logisch für sich stehenden Teil der Seite ein einzelnes Inhaltselement an. Dies macht es Ihnen leichter, die Seite später um weitere Informationen zu ergänzen oder die Reihenfolge der Informationen zu verändern oder einzelne Inhalte vorübergehend unsichtbar zu machen.
Insbesondere sollte die Hauptüberschrift der Seite ein eigenes, erstes Inhaltselement sein, das nur die Überschrift ohne weiteren Text enthält. Die einzelnen Textteile sollten darunter als weitere Inhaltselemente (meistens ohne Überschrift) angelegt werden. Damit haben Sie die Möglichkeit, später einen neuen Text vor den bisher ersten Textblock zu setzen (z.B. einen vorübergehenden aktuellen Hinweis), oder den bisher ersten Textblock zu löschen, ohne dabei die Seitenüberschrift zu verlieren.
Auch wenn eine Seite aus mehreren Inhaltsteilen besteht, die eventuell unabhängig voneinander eingefügt oder gelöscht oder auch nur vorübergehend unsichtbar gemacht werden, geht das nur, wenn diese Seitenteile getrennte Inhaltselemente sind. Beispiel: In einer Seite mit allen Mitarbeitern einer Arbeitsgruppe werden die Angaben zu jedem Mitarbeiter (Text und Bild) jeweils in einem eigenen Inhaltselement angelegt. Das hat den Vorteil, dass die Mitarbeiterangaben für jede Person einzeln gepflegt werden können. Für neue oder ausscheidende Mitarbeiter können die entsprechenden Inhaltselemente in einem einzigen Arbeitsschritt neu angelegt oder gelöscht werden.
6.2.3 Überschriften
Die verschiedenen Ebenen von Überschriften können Sie auf folgende Art und Weise eingeben:
- Seitentitel: Der Seitentitel ergibt sich aus den Seitenangaben (siehe Abschnitt 6.2.1), er erscheint in der Navigationsleiste, in der Sitemap, in der Titelleiste des Browser-Fensters, in Bookmarks und in den Ergebnislisten von Suchmaschinen.
- Seitenüberschrift: Die Überschrift, die innerhalb der Seite sichtbar wird, geben Sie als ein eigenes, erstes Inhaltselement vom Typ Text ein, das nur die Überschrift enthält (Standard-Überschrift oder formatierte Überschrift) - siehe Abschnitt 6.2.2.
- Diese Seitenüberschrift wird meistens der gleiche Text wie der Seitentitel sein, aber bei längeren Überschriften wird für den in der Navigation aufscheinenden Seitentitel besser etwas Kürzeres gewählt (meistens nur ein Wort).
- Anmerkung: In manchen TYPO3-Vorlagen (Templates) erscheint der Seitentitel oder Untertitel automatisch als sichtbare Seitenüberschrift und muss daher nicht extra als Inhaltselement angelegt werden.
- Standard-Überschrift: Eine Überschrift erster Ordnung im Standard-Format geben Sie im Inhaltstyp Text oder Text mit Bild (Text with Image) in das Feld Überschrift (Header) ein.
- Andere Überschriften: Für Überschriften der zweiten oder dritten Ebene sowie für eine spezielle Formatierung der Überschrift erster Ordnung (z.B. zentriert) wählen Sie im Rich Text Editor (RTE) im Auswahlmenü Absatzart (Paragraph style) den entsprechenden Typ der Überschrift aus.
Praxistipp: Verwenden Sie innerhalb einer Web-Seite nicht zu viele Überschriften und möglichst nicht mehr als drei Ebenen von Überschriften, sondern teilen Sie eine lange, stark gegliederte Information besser in eine entsprechende Hierarchie von einzelnen kürzeren Web-Seiten und Unterseiten auf.
6.2.4 Absätze und Zeilenumbruch
Standardmäßig schreiben Sie im Rich Text Editor (RTE) mit der Absatzart Normal.
Der Zeilenumbruch wird automatisch vorgenommen. In normalem Fließtext also bitte kein Return (Enter) eingeben!
Ein Zeilenumbruch kann erzwungen werden, indem Sie Shift+Enter drücken. Dies erzeugt einen Zeilenumbruch ohne größere Abstände zwischen den Zeilen.
Ein Absatz wird durch Drücken der Enter-Taste erzeugt. Ein Absatz beginnt automatisch mit einem größeren (horizontalen oder vertikalen) Zeilenabstand.
Praxistipp: Achten Sie darauf, dass Sie während der Eingabe immer nur einzelne Leerstellen, keine Leerstellen am Beginn oder am Ende von Absätzen haben. Wenn Sie mehrfache Leerstellen zwischen Wörtern oder eine Leerstelle am Beginn oder Ende eines Absatzes eingeben, verwendet TYPO3 dafür so genannte non-breaking spaces (HTML-Code), die den unangenehmen Nebeneffekt haben, dass sie den automatischen Zeilenumbruch verhindern - unter Umständen auch dann noch, wenn Sie beim späteren Editieren wieder einfache Wortabstände daraus gemacht haben. Falls der Zeilenumbruch in Ihren Texten nicht oder nicht richtig funktioniert, wechseln Sie in den HTML-Quelltext (Source code) und ersetzen die Zeichenfolge jeweils durch eine einzige gewöhnliche Leerstelle.
6.2.5 Textgestaltung
Schrifttyp und Farbe sind durch die Layout-Vorgaben (Templates) in TYPO3 weitgehend durch das Design, das von ihrem Webdesigner erstellt wurde, festgelegt. Wenn Sie im Rich Text Editor (siehe Abschnitt 3) arbeiten, haben Sie - je nachdem, wie der TYPO3-Administrator das eingerichtet hat - eventuell nur eine kleine Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten für die Schrift (wie fett, kursiv) und an Strukturierungsmöglichkeiten für den Text (wie Überschriften, Aufzählungen).
Durch den sinnvollen Einsatz der vorgegebenen Gestaltungsmöglichkeiten können Sie dazu beitragen, eine gute Orientierung auf Ihren Seiten für die Besucher zu gewährleisten.
Praxistipp: Falls Ihnen der Rich Text Editor zahlreiche weitere Gestaltungsmöglichkeiten wie z.B. Farben, Schriftgrößen, Schriftarten etc. anbietet, sollten Sie damit sparsam umgehen, damit das Ergebnis seriös aussieht und zum einheitlichen Erscheinungsbild des Web-Auftrittes und zur einheitlichen Benutzerführung passt und die Benutzer nicht verwirrt.
6.3 Seitentypen
Beim Anlegen einer neuen Seite oder beim Verändern ihrer Eigenschaften („Seiteneigenschaften bearbeiten“, Edit page properties) gehen Sie am besten in der folgenden Reihenfolge vor:
- Häkchen „Seite verstecken“ (Hide page) ein- oder ausschalten.
- Seitentyp (Type) wählen.
- Damit wird die Arbeitsfläche neu aufgebaut, es erscheint die Eingabemaske für diesen Seitentyp.
- Dann erst füllen Sie die weiteren Eingabefelder aus. Tipps dazu finden Sie im Folgenden.
- Schließlich speichern Sie die Änderungen (mit Ansicht oder mit Schließen).
6.3.1 Standard
Normale Seite in TYPO3.
- Seitentitel eingeben (Pagetitle)
- eventuelle weitere Informationen eingeben (Navigationstitel, Untertitel, Stichwörter)
- Metadaten können im Reiter „Metadaten“ gesetzt werden
- eventuell können Sie im Reiter „Erweitert“ zusätzliche Seitenangaben festlegen
6.3.2 Externe URL (External URL)
Link auf eine außerhalb von TYPO3 liegende Web-Seite
- Seitentitel eingeben (Pagetitle)
- URL ohne http:// eingeben
- Typ http:// auswählen
Anmerkung: Dieser Seitentyp stellt nur einen Punkt in der Navigationsleiste dar, der wie eine Seite angeklickt werden kann. Es ist aber keine interne Seite, d.h., zu diesem Seitentyp können in TYPO3 keine Seiteninhalte eingegeben werden.
Achtung: Dies kann für den Leser verwirrend wirken, weil er dabei aus der Navigations-Hierarchie hinausspringt, und sollte deshalb nur selten eingesetzt werden.
Davon zu unterscheiden sind Links auf externe URLs innerhalb von Texten, die mit dem
Link-Symbol im Rich Text Editor erzeugt werden können. Dies wird für aus der Navigations-Hierarchie hinaus springende Links eher empfohlen.
6.3.3 Verweis
Link auf eine andere innerhalb von TYPO3 liegende Seite
- Seitentitel eingeben (Pagetitle)
- Verweis zur Seite (Shortcut to page) - Seite mit dem Browse-Symbol auswählen
Anmerkung: Dieser Seitentyp dient nur dazu, dass die eigentliche Seite zusätzlich auch an anderen Stellen in der Navigation erscheint und dort ebenfalls angeklickt werden kann. Er ist aber keine neue Seite, d.h., Sie können zu diesem Shortcut keine Seiteninhalte eingeben, sondern nur zur eigentlichen Seite.
Praxistipp: Dies kann für den Leser verwirrend wirken, weil er dabei an eine fremde Stelle in der Navigation springt, und sollte deshalb nur selten eingesetzt werden.
Davon zu unterscheiden sind Links auf interne oder externe Seiten innerhalb von Texten, die mit dem Link-Symbol im Rich Text Editor erzeugt werden können. Dies wird für aus der Navigations-Hierarchie hinaus springende Links eher empfohlen.
6.3.4 Nicht im Menü (not in menu) [kein eigentlicher Seitentyp]
normale Web-Seite, die aber nicht in der Navigation aufscheint
- Vorgangsweise wie bei Standard, nur dass das Häkchen „Nicht im Menü“ (not in menu) gesetzt ist.
Praxistipp: Das eignet sich nur für Informationen, die vom Benutzer niemals ausgewählt und niemals direkt gelesen werden, sondern die nur in speziellen Situationen oder über spezielle Buttons intern angezeigt werden, wie z.B. ein Login-Formular oder die Antwortseite zu einem Mail-Formular oder dergleichen.
6.4 Inhaltstypen
6.4.1 Text
- Bevor Sie den Text eingeben, können Sie je nachdem, welchen Web-Browser Sie verwenden, eventuell zwischen verschiedenen Editier-Möglichkeiten wählen:
- Rich Text Editor (siehe Abschnitt 3)
- einfache Text-Eingabe ohne Formatierung („Schalte Rich Text Editor ab“, Disable Rich Text Editor)
- HTML Quelltext (Source code)
- Sie können mit dem Eingabefeld Überschrift (Header) eine Hauptüberschrift im Standard-Format (Ebene 1) für den Text eingeben, oder Sie können die Überschrift im Editor als Text eingeben und mit dem Auswahlmenü Absatzart (Paragraph style) als Überschrift der Ebene 1 bis 5 formatieren.
- Sie können Texte oder Textteile aus anderen Programmen mit „Copy-and-Paste“ (Ctrl-C und Ctrl-V) in das Editor-Fenster kopieren. Im Fall des Rich Text Editor werden dabei teilweise auch die Text-Formatierungen übernommen (z.B. beim Kopieren aus MS-Word oder PDF oder aus einem Web-Browser), eventuell auch die eingebetteten Bilder. Oft wird aber noch eine Nachbearbeitung der Formatierung notwendig sein.
- Falls bei diesem „Copy-and-Paste“ Fehler bei der Übernahme der Formatierung auftreten, versuchen Sie, diese Fehler mit dem
Icon (clean) zu korrigieren; oder Sie kopieren den formatierten Test zuerst in einen einfachen Text-Editor, der keine Formatierungen kennt, und kopieren dessen Inhalt dann in den Rich Text Editor. Beispielsweise den Editor in Windows.
6.4.3 Text mit Bild (Text with image)
- Für die Text-Eingabe gilt das Gleiche wie in Abschnitt 6.4.1.
- Für die Bilder und für die Alternative mit den Rich Text Editor gilt das Gleiche wie in Abschnitt 6.4.2.
6.4.4 Aufzählung (Bullet list)
Dieser Inhaltstyp ist nur dann sinnvoll, wenn Sie den Rich Text Editor nicht verwenden können. Er eignet sich nur für einfache, nicht formatierte Punktlisten. Wenn Sie den Text formatieren, zwischen Aufzählungen und Nummerierungen wählen oder mehrfach geschachtelte Listen erzeugen wollen, wählen Sie stattdessen den Inhaltstyp Text und verwenden die entsprechenden Symbole im Rich Text Editor.
- Die Eingabe erfolgt unter Text, mit der Return- (Enter-) Taste beginnen Sie hier aber nicht einen neuen Absatz, sondern ein neues Listen-Element.
6.4.5 Tabelle (Table)
Dieser Inhaltstyp ist nur dann sinnvoll, wenn Sie den Rich Text Editor nicht verwenden können. Er eignet sich nur für einfache, nicht formatierte Tabellen. Wenn Sie den Text formatieren oder die Tabelleneigenschaften genauer angeben wollen, wählen Sie stattdessen den Inhaltstyp Text und verwenden das
Icon „Tabelle anlegen“ im Rich Text Editor, oder Sie wählen den Inhaltstyp HTML und schreiben den genauen HTML-Code.
- Unter Tabellenspalten (Table Columns) wählen Sie die Anzahl der Spalten aus.
- Unter Text geben Sie die Tabellenzeilen ein, wobei die Spalten durch einen senkrechten Strich | getrennt werden und die Return- (Enter-) Taste eine neue Tabellenzeile beginnt.
6.4.6 Datei-Links ( File links)
Dieses Inhaltselement stellte eine Liste von Links zu Download-Dateien in einem einfachen Standard-Format dar.
- Die Überschrift können Sie frei wählen und wie gewohnt mit dem Eingabefeld Überschrift (Header) eingeben.
- Mit dem Symbol Dateien auswählen (Browse for files) (siehe Kapitel 2.5) wählen Sie der Reihe nach die Download-Dateien aus Ihrem Dateienbereich aus.
Praxistipp: Die Dateinamen sollten so gewählt werden, dass sie für die Benutzer verständlich sind, denn dem Benutzer wird nur eine Liste der anklickbaren Dateinamen ohne weitere Erklärungen angezeigt.
6.4.7 Mail-Formular (Mail form)
- Zunächst legen Sie nur die Seite an, die das Mail-Formular enthalten soll
- Dann erstellen Sie als Unter-Seite dieser Seite die Antwort-Seite, die dem Benutzer angezeigt werden soll, wenn er auf den Submit-Button des Formulars klickt. Bei dieser Antwort-Seite setzen Sie in den Seiteneigenschaften (Seitentitel, page header) ein Häkchen beim Punkt „Nicht im Menü“ (Hide in menu) oder wählen den entsprechenden Seitentyp (Nicht im Menü, Not in menu).
- Dann erstellen Sie das Mail-Formular als Inhaltselement in der ursprünglichen Seite.
- Unter Konfiguration (Configuration) legen Sie die Eingabefelder und den Submit-Button fest, durch Klick auf das Wizard-Symbol rechts oder direkt nach dem Muster der angezeigten Beispiele, siehe auch die Hinweise unten.
- Unter Zielseite (Jump to page) wählen Sie die vorher erstellte Antwort-Seite aus.
- Unter Empfänger Mailadresse (Recipient e-mail) geben Sie die Mail-Adresse an, an die der Formular-Inhalt beim Drücken des Submit-Buttons gesendet werden soll.
Hier noch ein paar Hinweise zum Aufbau des Formulars in der Konfiguration:
- Die Eingabefelder werden jeweils in der Form
Text neben dem Feld | feldname = feldtyp | anfangswert
definiert. - Beispiele:
- Einzeilige Eingabefelder:
Beschriftung: | feldname=input | - Einzeilige Eingabefelder, die nicht leer bleiben dürfen:
Beschriftung: | *feldname=input | - Mehrzeilige Eingabefelder mit b Zeichen pro Zeile und h Zeilen:
Beschriftung: | feldname=textarea,b,h | - Checkboxen zum Anklicken:
Beschriftung: | check | - Auswahl-Menü mit mehreren Optionen:
Beschriftung: | select | *erste Option , zweite Option, dritte ... - Eines der Eingabefelder muss den Namen email haben und die Mail-Adresse des Absenders dieser E-Mail enthalten, also die Mail-Adresse des Benutzers, der das Formular ausfüllt und absendet:
Mail-Adresse: | *email=input |
Dies darf nicht mit dem TYPO3-Feld Empfänger-Adresse verwechselt werden. - Das Formular muss einen Submit-Button zum Absenden des ausgefüllten Formulars enthalten:
ein Text | submit | absenden
- Einzeilige Eingabefelder:
Anmerkung: Sie werden in den meisten Fällen ein vor eingerichtetes Emaiformular auf Ihren Seiten eingerichtet bekommen, dass Sie lediglich an den Stellen einfügen brauchen, wo Sie es benötigen, z.B. auf Ihrer Kontaktseite.
6.5 Sichtbarkeit und Ablaufdatum
6.5.1 Sichtbarkeit von Seiten
Die generelle Sichtbarkeit jeder Seite wird dem Häkchen „Seite verstecken“ (Hide page) in den Seiten-Eigenschaften (Edit page properties) festgelegt. Versteckte Seiten sind zwar in TYPO3 gespeichert, erscheinen aber in der Navigation nicht und können von den Benutzern nicht angezeigt werden.
Alternativ können Sie die Sichtbarkeit kann auch im Modul Web / Liste (Web / List) sowie in den Kontextmenüs mit den folgenden beiden Icons ein- und ausschalten:
sichtbar machen (unhide)
unsichtbar machen (hide)
Außerdem können Sie unter „Allgemeine Optionen“ (General options) die Sichtbarkeit auf einen bestimmten Zeitraum oder auf eine bestimmte Usergruppe einschränken.
Einschränkung auf einen bestimmten Zeitraum:
- Häkchen bei Start und Korrektur des als Muster angezeigten Datums = Die Seite ist vor diesem Datum unsichtbar und wird ab diesem Datum automatisch sichtbar.
- Häkchen bei Stop und Korrektur des angezeigten Datums = Die Seite ist nur vor diesem Datum sichtbar und wird ab diesem Datum automatisch unsichtbar.
Einschränkung auf eine bestimmte Benutzergruppe:
- Eintragen von einer oder mehreren Benutzergruppen unter Zugriff (Access) = Die Seite kann nur von diesen Benutzern nach Eingabe von Username und Passwort (Frontend-Login in der Web-Page) angezeigt werden und scheint auch erst dann für diese Benutzer in der Navigation auf.
- Um eine Gruppe in die links angezeigte Liste (Ausgewählt, Selected) einzufügen, klicken Sie auf den im Auswahlmenü rechts (Elemente, Items) angeführten Gruppennamen.
- Um eine Gruppe aus der Liste zu entfernen, klicken Sie auf die Gruppe in der links angezeigten Liste (Ausgewählt, Selected) und dann auf das
Löschen-Symbol bei dieser Liste. - Wenn die links angezeigte Liste (Ausgewählt, Selected) leer ist, ist der Zugriff unbeschränkt.
Die Sichtbarkeit sowie eine eventuell beschränkte Sichtbarkeit der Seiten wird auch durch entsprechende Symbole angezeigt:
sichtbare Seite
unsichtbare Seite (hidden)
Seite mit Zugriffsbeschränkung
6.5.2 Sichtbarkeit von Seiteninhalten
Bei allen Inhaltstypen können Sie unter „Allgemeine Optionen“ (General options) ebenfalls die Sichtbarkeit ein- und ausschalten oder einschränken:
- Häkchen bei Verstecken (Hide) = Dieser Inhalt ist bis auf Weiteres für die Benutzer nicht sichtbar.
- Häkchen bei Start und/oder Stop = Beschränkung auf einen bestimmten Zeitraum (wie oben)
- Angabe von einer oder mehreren Benutzergruppen unter Zugriff (Access) = Beschränkung auf diese Benutzergruppen (wie oben).
Außerdem können Sie die Sichtbarkeit von Seitenelementen auch im Modul Web / Liste (Web / List) sowie in den Kontextmenüs mit den beiden Icons
(sichtbar, unhide) und
(unsichtbar, hide) ein- und ausschalten.
Damit Sie im Modul Web / Seite (Web / Page) auch die versteckten Inhaltselemente angezeigt bekommen und editieren können, müssen Sie auf den Reiter „Erweiterte Funktionen“ (Advanced Functions) klicken und ein Häkchen bei „Versteckte Elemente anzeigen“ (Show hidden elements) setzen:
Die Sichtbarkeit der Inhaltselemente wird dann ebenfalls durch entsprechende Symbole angezeigt:
sichtbares Textelement
unsichtbares Textelement (hidden)
und analog für die anderen Inhaltstypen.
6.6 Verschieben und Kopieren
6.6.1 Seiten Verschieben
Sowohl im Modul Web / Seite (Web / Page) als auch im Modul Web / Liste (Web / List) mit erweiterter Ansicht (extended view) finden Sie Icons für das Verschieben von Seiten und Seiteninhalten.
Vorgangsweise beim Verschieben einer Seite an eine andere Stelle in der Navigation:
- Klicken Sie bei der Seite auf das Symbol
Seite verschieben. - Es erscheint eine Übersicht über mögliche neue Stellen, zunächst in der näheren Umgebung der alten Stelle. Wenn Sie die höhere Ebene sehen wollen, klicken Sie auf das Symbol mit dem Aufwärts-Pfeil. Wenn Sie die Unterseiten einer Seite sehen wollen, klicken Sie auf den Namen dieser Seite.
- Klicken Sie auf die neue Stelle. Damit wird die Seite verschoben, d.h., sie erscheint in der Navigation nicht mehr an der alten, sondern an der neuen Stelle.
- Falls die Seite Unterseiten besitzt, wird der ganze Seitenbaum verschoben, also die Seite mit allen ihren Unterseiten.
Für einige besonders häufige Verschiebungen gibt es im Modul Web / Liste eigene Pfeil-Symbole, mit denen Sie die entsprechende Verschiebung direkt mit einem einzigen Mausklick erreichen:
nach oben bzw. nach unten innerhalb der selben Ebene (move up / down in list),
in die höhere Ebene, nach der übergeordneten Seite (after parent page),
in die untere Ebene, als Unterseite (subpage).
Außerdem können Sie Seiten auch mittels Drag'n'Drop mit der Maus innerhalb des Seitenbaums kopieren oder verschieben. In diesem Fall erfolgt zur Sicherheit noch eine Rückfrage, ob Sie die Seite verschieben oder kopieren wollen.
Anmerkung: Die Seite behält auch nach dem Verschieben ihre alte Adresse (URL), es sei denn Sie verschieben die Seite in eine andere Ebene der Internetseite und verwenden RealURL (eine Erweiterung von TYPO3, die Adressen in der Form „http://webserver/ebene1/ebene2/aktuelle-ebene3.html“ ausgeben kann).
6.6.2 Inhalte verschieben
Vorgangsweise beim Verschieben eines Inhaltselementes an eine andere Stelle innerhalb der Seite oder in eine andere Seite, im Modul Web / Liste:
- Klicken Sie bei der Seite auf das Symbol
Inhalt verschieben, Move content. - Es erscheint eine Übersicht über mögliche neue Stellen innerhalb der eigenen Seite sowie über andere Seiten. Die Auswahl einer anderen Seite erfolgt wie in Abschnitt 6.6.1.
- Klicken Sie auf die neue Stelle. Damit wird das Inhaltselement verschoben, d.h., es erscheint nicht mehr an der alten, sondern an der neuen Stelle.
Für zwei besonders häufige Verschiebungen gibt es eigene Pfeil-Symbole, mit denen Sie die entsprechende Verschiebung direkt mit einem einzigen Mausklick erreichen:
nach oben / unten innerhalb der selben Seite verschieben (move up / down in list).
6.6.3 Seiten Kopieren
In den Modulen Web / Seite (Web / Page) und Web / Liste (Web / List) finden Sie sowohl im Navigationsbereich als auch im Arbeitsbereich in den Kontextmenüs der Seiten die Menüpunkte für das Kopieren und Einfügen. Im Modul Web / Liste (Web / List) mit erweiterter Ansicht finden Sie die entsprechenden Icons außerdem auch direkt in der Arbeitsfläche.
Dies eignet sich dann, wenn Sie eine oder mehrere neue Seiten erstellen wollen, die einen ähnlichen oder teilweise gleichen Aufbau und Inhalt wie eine bereits erstellte Seite haben.
Vorgangsweise beim Erstellen von neuen Seiten als Kopie einer bestehenden Seite:
- Klicken Sie im Kontextmenü der Seite oder in der Arbeitsfläche auf das Symbol
Kopieren. - Gehen Sie in der Navigation oder in der Liste an die neue Stelle, an der die Kopie erstellt werden soll, und zwar entweder auf die übergeordnete Seite der künftigen neuen Seite oder auf die unmittelbar vor der künftigen Seite liegende Nachbarseite.
- Klicken Sie im Kontextmenü dieser Seite oder an der neuen Stelle in der Liste auf das Symbol
Einfügen in bzw. auf das Symbol
Einfügen nach. - Dann verändern Sie den Seitentitel und eventuelle weitere Eigenschaften (z.B. die Sichtbarkeit) der neuen Seite sowie ihre Seiteninhalte, bei zweisprachigen Seiten jeweils in beiden Sprachen.
- Sie können auch mehrere Kopien der alten Seite erzeugen, indem Sie mehrere Stellen auswählen und dort jeweils auf das Einfügen-Symbol klicken. Dann müssen Sie natürlich jede dieser neuen Seiten entsprechend verändern.
Anmerkung: Die kopierten Seiten erhalten jeweils eine neue Adresse (URL).
Praxistipp: Wenn Sie nicht neue, der alten Seite ähnliche, aber von ihr unabhängige Seiten erstellen wollen, sondern die selbe Seite an mehreren Stellen in der Navigation aufscheinen soll, dann verwenden Sie dafür nicht das Kopieren, sondern den für diesen Zweck vorgesehenen Seitentyp Shortcut. Die Details dazu finden Sie in Abschnitt 6.3.
6.6.4 Inhalte kopieren
In den Modulen Web / Seite (Web / Page) und Web / Liste (Web / List) finden Sie in den Kontextmenüs der Inhaltselemente die Menüpunkte für das Kopieren und Einfügen. Im Modul Web / Liste (Web / List) mit erweiterter Ansicht finden Sie die entsprechenden Icons außerdem auch in der Arbeitsfläche neben dem Inhaltselement.
Vorgangsweise beim Kopieren von kompletten Inhaltselementen in eine oder mehrere andere Seiten:
- Öffnen Sie das Kontextmenü durch Klick auf das Symbol des alten Inhaltselementes (im Arbeitsbereich am oberen Rand des Elementes bzw. in der Liste neben dem Namen).
- Klicken Sie im Kontextmenü auf das Symbol
(Kopieren, Copy). - Gehen Sie in der Navigation oder in der Liste an die neue Stelle, an der die Kopie erstellt werden soll, und zwar an das Inhaltselement, nach dem der Inhalt eingefügt werden soll, oder an den Anfang des Bereiches, wenn er dort eingefügt werden soll.
- Klicken Sie im Kontextmenü dieses Elementes oder an der neuen Stelle in der Liste auf das Symbol
(Einfügen nach, Paste after). - Sie können auch mehrere Kopien erzeugen, indem Sie mehrere neue Stellen auswählen und dort jeweils auf das Einfügen-Symbol klicken.
- Wenn Sie an der neuen Stelle nicht genau den gleichen Inhalt, sondern nur einen ähnlichen Inhalt wie an der alten Stelle haben wollen, dann verändern Sie anschließend den Inhalt an der neuen Stelle entsprechend.
Praxistipp: Auf diese Weise kann immer nur ein Inhaltselement einzeln kopiert werden. Wenn Sie mehrere Inhaltselemente gemeinsam in einer neuen Seite brauchen, kann es eventuell bequemer sein, diese Seite als komplette Kopie der alten Seite zu erstellen (siehe Abschnitt 6.6.3) und in der neuen Seite diejenigen Inhaltselemente zu ändern oder zu löschen, die nicht übernommen werden sollen.
6.6.5 Texte kopieren
Für das Kopieren von Texten oder Textteilen in allen Eingabefeldern von TYPO3 verwenden Sie die gewöhnlichen Kopier-Funktionen Ihres PC bzw. Ihres Web-Browsers (Strg-C und Strg-V bzw. die entsprechenden Punkte im Bearbeiten- oder Edit-Menü).
Im Fall des Eingabefensters im Rich Text Editor wird dabei eventuell auch die Formatierung der Texte mit übernommen, siehe die entsprechenden Hinweise in Abschnitt 6.4.1.
6.7 Versionen und Freigaben
6.7.1 Änderungen rückgängig machen
Im Modul Web / Liste (Web / List) können Sie mit dem Symbol
„Bearbeitungsverlauf“ (View record change history) bei jedem Inhaltselement eine Liste aller durchgeführten und gespeicherten Änderungen sehen. In dieser Liste können Sie dann Änderungen rückgängig machen („undo“).
Im Modul Web / Seite (Web / Page) gibt es im Eingabe- und Bearbeitungs-Fenster ein
Undo-Symbol („rückgängig machen“), mit dem sie auf den letzten gespeicherten Zustand zurückgehen können (so genanntes „großes Undo“). Wenn Sie auf dieses Icon nochmals klicken, machen Sie das Undo rückgängig, d.h., Sie stellen den aktuellen Zustand wieder her.
Nur innerhalb des Rich Text Editors gibt es außerdem ein so genanntes „kleines Undo“ und „Redo“, mit dem Sie jeden einzelnen Änderungsschritt seit der letzten Speicherung rückgängig machen oder wieder herstellen können. Dazu dienen die Symbole
(Rückgängig machen, Undo) und
(Wieder herstellen, Redo).
Im Modul Web / Seite (Web / Page) gibt es auch bei Seiten bzw. beim Seitentitel (Page header) ein Symbol für den Bearbeitungsverlauf bzw. für ein Undo . Damit können Sie Änderungen an den Seiteneigenschaften rückgängig machen.
Änderungen, die Sie nur in einem Eingabefeld durchgeführt, aber nicht auf den TYPO3-Server gespeichert haben, kennt TYPO3 freilich nicht. Sie gehen verloren, wenn das Eingabeformular verlassen wird, ohne die Eingaben zu speichern.
Anmerkung: Ein Wiederherstellen von gelöschten Inhalten oder Seiten ist eventuell durch den Administrator des TYPO3-Systems möglich, aber im Allgemeinen nicht durch „normale“ User. Seien Sie also besonders vorsichtig beim Löschen von Seiten oder Seiteninhalten!
6.7.2 Kontrollen und Freigaben
Da die Veröffentlichung von Informationen über das Internet eine mitunter beträchtliche Verantwortung bedeutet, wird oft ein Vier-Augen-Prinzip verwendet (optional): Eine Person (Autor, Schreibkraft, Redakteur) schreibt oder verändert eine Information, und eine andere Person (erfahrener Kollege, Vorgesetzter, Chefredakteur) kontrolliert die neue Information. Nur wenn beide Personen mit dem neuen Inhalt einverstanden sind, wird er öffentlich zugänglich gemacht.
Mit den in TYPO3 standardmäßig vorhandenen Funktionen kann dies auf verschiedene Arten realisiert werden, die im Folgenden genauer beschrieben werden:
- mittels nachträglicher Kontrolle oder
- mittels vorheriger Freigabe
6.7.3 Nachträgliche Kontrolle
Vorgangsweise beim Anlegen von neuen Seiten:
- Der Autor erstellt die neue Seite mit allen Inhalten und macht sie sofort sichtbar. Dann informiert er die kontrollierende Person.
- Die kontrollierende Person sieht die neue Seite an und bittet den Autor um eventuelle Verbesserungen oder um das Löschen oder Verstecken der neuen Seite (siehe die Abschnitte 2.4 und 6.5).
Vorgangsweise bei Änderungen an bestehenden Seiten:
- Der Autor verändert einzelne Seiteninhalte oder fügt neue Seiteninhalte hinzu und macht diese Inhalte sofort sichtbar. Dann informiert er die kontrollierende Person.
- Die kontrollierende Person sieht die neue Version der Seite an und bittet den Autor um eventuelle Verbesserungen oder um das Rückgängigmachen der Änderungen (siehe oben in Abschnitt 6.7.1).
Diese Vorgangsweise der nachträglichen Kontrolle hat die folgenden Vorteile:
- Die neuen Informationen stehen den Interessenten unverzüglich zur Verfügung.
- Die kontrollierende Person braucht keine TYPO3-Kenntnisse und keine TYPO3-Berechtigung, sondern kann die Seiten mit jedem beliebigen Web-Browser ohne eigenes Login kontrollieren.
und die folgenden Nachteile:
- Bis zur Durchführung der nachträglichen Verbesserungen ist die Seite in einem fehlerhaften oder unerwünschten Zustand öffentlich verfügbar.
6.7.4 Vorherige Freigabe
Vorgangsweise beim Anlegen von neuen Seiten:
- Der Autor erstellt die neue Seite mit allen Inhalten als versteckte Seite (Hide page, siehe Abschnitt 6.5.1). Dann informiert er die kontrollierende Person.
- Die kontrollierende Person sieht die neue Seite innerhalb des TYPO3-Backend an und führt eventuelle Verbesserungen gleich selbst durch oder bittet den Autor darum. Wenn sie mit dem Seiteninhalt zufrieden ist, schaltet sie das Häkchen „Seite verstecken“ (Hide page) im Seitentitel aus; damit wird die neue Seite öffentlich sichtbar.
Vorgangsweise bei Änderungen an bestehenden Seiten:
- Der Autor verändert nicht ein bestehendes Inhaltselement (weil das sofort öffentlich sichtbar wäre), sondern er erstellt unmittelbar nach dem alten Inhaltselement ein neues Inhaltselement mit der neuen Version des Inhalts (z.B. mittels Kopieren aus dem alten Inhalt und anschließenden Korrekturen, siehe Abschnitt 6.6.4) und setzt dieses neue Inhaltselement auf den Zustand versteckt (hide, siehe Abschnitt 6.5.2). Dadurch ist vorerst nur das alte Inhaltselement öffentlich sichtbar, aber noch nicht das neue. Dann informiert er die kontrollierende Person.
- Die kontrollierende Person sieht den neuen Seiteninhalt innerhalb des TYPO3-Backends an und führt eventuelle Verbesserungen gleich selbst durch oder bittet den Autor darum. Wenn sie mit dem neuen Inhalt zufrieden ist, schaltet sie das Häkchen „versteckt“ (hide) im neuen Inhaltselement aus und löscht das alte Inhaltselement. Damit verschwindet der alte Inhalt, und der neue Inhalt der Seite wird öffentlich sichtbar.
Diese Vorgangsweise der vorherigen Freigabe hat die folgenden Vorteile:
- Die neue Seite bzw. der neue Inhalt ist erst dann öffentlich sichtbar, wenn beide Personen damit einverstanden sind und alle notwendigen Verbesserungen durchgeführt wurden.
und die folgenden Nachteile:
- Die neuen Informationen stehen den Interessenten nicht sofort zur Verfügung, sondern erst nach der Kontrolle und Freigabe.
- Die kontrollierende Person kann die Kontrolle nur innerhalb des TYPO3-Backends durchführen, sie braucht also ebenso wie der Autor TYPO3-Kenntnisse und eine TYPO3-Berechtigung.
In der Praxis kann man auch eine Kombination der beiden Vorgangsweisen einsetzen:
- Bei kleinen Änderungen oder Ergänzungen, bei denen sich der Autor sicher fühlt, sowie bei neuen Informationen, die sehr rasch verfügbar sein müssen, führt er die Änderungen sofort durch und bittet die zweite Person nur um eine nachträgliche Kontrolle.
- Bei größeren Änderungen oder Ergänzungen, bei denen sich der Autor unsicher fühlt und bei denen genug Zeit für die Kontrolle durch die zweite Person ist, verwendet er die Vorgangsweise der vorherigen Freigabe durch die zweite Person.
6.7.5 Versionierung und Workspaces
In Ergänzung zu den hier beschriebenen Möglichkeiten bietet TYPO3 auch ein komplexes Versionierungssystem, mit dem man Änderungen, die von mehreren Personen an mehreren Seiten gemacht werden, zusammenfassen und gemeinsam freigeben oder auf eine ältere Version zurück stellen kann. Dafür werden so genannte Workspaces (Arbeitsbereiche) und Versionen eingesetzt:
- Der Workspace „Live“ (aktiv) enthält die öffentlich sichtbare Version der Seiten.
- Im Workspace „Draft“ (Entwurf) können Änderungen durchgeführt werden, die nur innerhalb von TYPO3, aber noch nicht öffentlich sichtbar sind.
- Mit einem Publizier-Befehl („Publish“) kann der gesamte Inhalt des Draft-Workspace in den Live-Workspace übertragen und damit öffentlich sichtbar gemacht werden.
- Zusätzlich zum Draft-Workspace kann man auch separate Workspaces für einzelne Projekte oder Redaktionsteams einrichten, und man kann Versionsnummern für die Änderungen festlegen und dann bei Bedarf gezielt auf eine bestimmte Version zurück gehen.
6.8 Die TYPO3-Module
Welche Module zur Verfügung stehen, hängt davon ab, welche Funktionen und Erweiterungen („Extensions“) von TYPO3 der Administrator installiert und konfiguriert hat.
Wie viele von diesen Modulen Sie angezeigt bekommen, hängt davon ab, welche Berechtigungen Sie in TYPO3 besitzen. Als Web-Autor oder Redakteur brauchen Sie wesentlich weniger Module als ein Administrator.
Einige für Web-Autoren und Redakteure eventuell interessante Module sind:
Web / Seite (Web / Page) in der klassischen Version oder
Web / Seite (Web / Page) in der Version mit TemplaVoila
Web / Ansicht (Web / View)
Web / Liste (Web / List)
Web / Zugriff (Web / Access)
Web / Versionierung (Web / Versioning)
Datei / Dateiliste (File / Filelist)
Benutzer / Einstellungen (User / Setup)
Hilfe / Über Module (Help / About modules)Hilfe / Über Module (Help / About modules)
Anmerkung: In manchen TYPO3-Installationen stehen die Module Web / Zugriff und Benutzer / Einstellungen nicht zur Verfügung, weil die Benutzer-Berechtigungen und Einstellungen aus einer zentralen Benutzerdatenbank übernommen werden („Single Login“) und deshalb nur von den Administratoren, nicht von den TYPO3-Benutzern selbst eingetragen werden können.
6.8.1 Welches Modul für welchen Zweck?
Für die Bearbeitung von Web-Pages haben Sie die Wahl zwischen den Modulen Web / Seite (Web / Page) und Web / Liste (Web / List):
- Das Modul Web / Seite (Web / Page) eignet sich für die am häufigsten gebrauchten, einfachen Arbeitsschritte. Es ist (vor allem in der Version mit TemplaVoila, siehe Abschnitt 6.8.2) sehr übersichtlich aufgebaut und enthält nur wenige Icons und Buttons für die wichtigsten Tätigkeiten.
- Das Modul Web / Liste (Web / List) eignet sich für alle darüber hinaus gehenden, speziellen und seltener gebrauchten Arbeitsschritte. Es bietet - wenn Sie die erweiterte Ansicht (extended view) einschalten - eine Fülle von Icons und Buttons für alle möglichen Tätigkeiten.
Für die Vorschau und Kontrolle von Web-Pages haben Sie die Wahl zwischen dem Modul Web / Ansicht (Web / View) einerseits und dem Vorschau-Icon in den Modulen Web / Seite (Web / Page) und Web / Liste (Web / List) andererseits.
- Es empfiehlt sich, nicht das Modul Web - Ansicht, sondern das Vorschau-Icon zu verwenden (siehe Kapitel 2.5).
- Das Modul Web / Ansicht (Web / View) zeigt den Inhalt der Webseite innerhalb der relativ engen Arbeitsfläche an, die vorher angezeigte Arbeitsfläche für das Editieren wird dabei geschlossen (unter Umständen sogar ohne die letzten Änderungen zu speichern). Dies ist eher ungünstig.
- Wenn Sie im Modul Web / Seite (Web / Page) und Web / Liste (Web / List) auf das Vorschau-Icon klicken, wird die Webseite in Originalgröße in einem eigenen Browser-Fenster angezeigt, und Sie können zwischen dem Korrekturlesen in diesem Vorschau-Fenster und dem Korrigieren im ursprünglichen Editier-Fenster hin und her wechseln. Dies ist im Allgemeinen wesentlich günstiger.
6.8.2 TemplaVoila oder klassische Ansicht
Der Administrator kann bei der Installation von TYPO3 festlegen, ob das Modul Web / Seite (Web / Page) in der neueren Version mit dem aus dem Französischen entlehnten Namen TemplaVoila oder in der mit älteren TYPO3-Versionen kompatiblen klassischen Ansicht installiert und verfügbar gemacht wird.
- Bei TemplaVoila werden die Seiteninhalte sehr übersichtlich dargestellt, und dazwischen werden nur sehr wenige Icons und Buttons für die Bearbeitung angezeigt. Am oberen Rand können Sie mit Reitern verschiedene zusätzliche Eingabemöglichkeiten ein- und ausblenden.
- In der klassischen Ansicht werden die Inhaltselemente nur kürzer skizziert, und es werden mehr Eingabebereiche, Icons, Auswahlmenüs und Schaltflächen angezeigt als bei TemplaVoila. Rechts oben können Sie mit einem Auswahlmenü verschiedene Darstellungsmöglichkeiten auswählen.
- Die Auswahlmöglichkeit „Spalten“ (Columns) eignet sich vor allem für einsprachige Seiten. In diesem Fall wird die Arbeitsfläche in vier Spalten für maximal vier verschiedene Seitenbereiche aufgeteilt: links, normal, rechts und Rand. Im Allgemeinen ist für Sie nur der normale Bereich relevant. In diesem Bereich können Sie Inhaltselemente einfügen und editieren.
- Die Auswahlmöglichkeit „Languages“ (Sprachen) eignet sich für zwei- oder mehrsprachige Seiten. In diesem Fall wird die Arbeitsfläche in zwei oder mehr Spalten für die Sprachen aufgeteilt, z.B. links für die deutsche und rechts für die englische Version der Seite. In jeder Spalte werden die Inhaltselemente für die verschiedenen Seitenbereiche (links, normal, rechts, Rand) dargestellt. Zusätzlich erscheinen die Auswahlmenüs und Buttons für das Anlegen der Übersetzungen.
Die Abbildungen und Beispiele im vorliegenden Handbuch zeigen stets die Version mit TemplaVoila.